| Geschichte der K.D.St.V Alemannia |
Die KDStV Alemannia ist ein Lebensbund von derzeitigen und ehemaligen Studenten der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, die auch über das Studium hinaus Kontakt halten. Als katholische Verbindung fühlen wir uns der Kirche und den christlichen Grundwerten im Besonderen verpflichtet. Aus dieser Überzeugung heraus distanzieren wir uns auch von der Tradition des studentischen Fechtens, insbesondere des Schlagens von "Mensuren". Unser akademischer Anspruch schlägt sich in Vorträgen, Führungen und gemeinsamen Exkursionen, aber natürlich auch im Gedankenaustausch zwischen den verschiedenen Fachrichtungen und der gegenseitigen Hilfe im Studium nieder. Wir sind parteipolitisch unabhängig, bekennen uns zum Wunsch eines friedlichen Zusammenlebens der Völker auf Basis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die KDStV Alemannia wurde im November 1891 in Greifswald als katholische Verbindung im Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen (CV) gegründet. Der CV ist der heute größten Akademikerverband in Deutschland. In den darauffolgenden Jahren etablierte sich die Verbindung besonders durch großes Engagement an der Universität und durch das gemeinsame Interesse der Bundesbrüder am Segeln. Nach der Machtergreifung und der Auflösung des Verbands 1935 musste auch die Alemannia bald ihren Verbindungsbetrieb einstellen. Um der Enteignung zu entgehen wurde das Inventar in die Obhut katholischer Schwestern gegeben, in der Hoffnung nach einem Machtwechsel die Verbindung wiederzubegründen, doch sowjetische Besatzung und das Regime der DDR ließen dies zunächst nicht zu.
So lebte die Tradition des Bundes 1947 zunächst in Münster wieder auf, wo sie bis zum heutigen Tage besteht. In Greifswald wurden 1983 Teile des Verbindungsinventars von Mitgliedern der katholischen Studentengemeinde gefunden, durch alte Verbandszeitschriften, Protokolle und Bücher wurde das Verbindungsleben erforscht und im Untergrund wiederbelebt. Unter dem Schutz des Studentenpfarrers gelang es unentdeckt nach alten Traditionen zu singen, zu feiern und immer mehr Kommilitonen für die Idee zu begeistern. Wenige Jahre darauf kam es durch einen Zufall zum Kontakt zwischen Greifswald und Münster, die zu häufigen Besuchen der Westdeutschen Alemannen am Bodden führten. Nach der Wende war die einzig logische Konsequenz aus den beiden Verbindungen wieder eine einzige zu machen und so sind wir seit 1990 eine Alemannia mit zwei Standorten. Im breiten Spektrum des studentischen Verbindungswesens ein einmaliges Modell dass auf der Cartellversammlung 2005 in Darmstadt endgültig bestätigt wurde. Unser Greifswalder Haus liegt nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt im Herzen der Stadt. Dort findet ein großer Teil unserer Veranstaltungen (Vorträge, Feiern oder Stammtische) statt, oft treibt es uns aber auch zu Führungen in und um Greifswald, zu Grillfesten im Wald oder am Strand und zum Segeln auf dem Bodden aus den eigenen vier Wänden. Gemeinsam mit unseren Münsteraner Bundesbrüder organisieren wir jedes Jahr gemeinsame Feste und Reisen ins In- und Ausland. |